AI SPOTLIGHT

Innovativsten Start-ups der  Bau-, KI- und Robotikbranche

im Rampenlicht.

Start-Ups im Fokus

  • Start-Ups in kurzen Porträts, Präsentationen und Interviews stellen ihre Ideen, Technologien und Visionen vor – von smartem Baumanagement über digitale Planung bis hin zu Robotik auf der Baustelle.
Zu den Start Ups
syte
Anika Meisters
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Anika Meisters
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Anika Meisters

Start Ups im Fokus

Wir stellen drei Start-Ups vor.


SYTE-Immo und Grundstücksanalyse mit KI

Syte ist ein deutsches Tech-Startup aus Münster, das mit einer KI-basierten Datenplattform Immobilien- und Grundstücksentscheidungen grundlegend vereinfacht. Das Unternehmen digitalisiert Baurecht, Bestandsdaten und Entwicklungspotenziale und macht diese Informationen in Echtzeit für professionelle Akteure im Immobiliensektor nutzbar.

Was macht syte?


Syte bietet eine KI-Plattform, die alle relevanten Grundstücks- und Gebäudedaten bündelt und daraus in Echtzeit Potenziale und Risiken ableitet. Die Software zeigt auf Knopfdruck Nachverdichtungspotenziale, baurechtliche Möglichkeiten, energetische Sanierungschancen und wirtschaftliche Szenarien eines Objekts. Nutzer erhalten damit eine Art „Röntgenbild“ des Bestands: von Kataster- und LiDAR-Daten über Bauordnungen bis hin zu Entwicklungsszenarien.

Produkte & Funktionen


Bestandsanalysen: Automatisierte Auswertung von Grundstücks- und Gebäudebestand in Echtzeit auf Basis von Kataster-, LiDAR- und weiteren Fachdaten.


​Bebauungs- und Nachverdichtungspotenziale: Ermittlung, wie ein Grundstück baulich besser ausgenutzt werden kann – im Rahmen des geltenden Baurechts.


Sanierungspläne: KI-gestützte, standardisierte Sanierungsszenarien inklusive energetischer Effekte und Investitionsabschätzung, u.a. für Bankenberatung.​


Die Plattform wird als Web-App und B2B-SaaS bereitgestellt und lässt sich per API in bestehende Systeme integrieren. Syte legt Wert auf belastbare Daten: Die KI-Ergebnisse werden aktuell zusätzlich von Expertenteams geprüft, um Genauigkeit und Vertrauen zu sichern.



Innovation & Vorteile


Syte kombiniert flächendeckende Geodaten, Baurecht, Gebäudebestand und KI in einer zentralen Plattform und ersetzt damit fragmentierte, manuelle Analysen. Im Vergleich zu klassischen Gutachten und Einzelauswertungen ermöglicht die Software massive Zeitersparnis, höhere Vergleichbarkeit und die schnelle Identifikation versteckter Wertpotenziale. Für Banken, Kommunen und Entwickler werden so Investitions-, Finanzierungs- und Planungsentscheidungen transparenter, skalierbarer und besser dokumentierbar.

BAU AI- Planungs Agenten

BAU AI entwickelt eine innovative, KI-gestützte „All-in-One“-Plattform speziell für die Baubranche. Ziel ist es, sämtliche Phasen von Bauprojekten digital zu begleiten und zu optimieren – von der Planung über das Aufgabenmanagement, Disposition und Beschaffung bis hin zur Dokumentenverwaltung und Projektüberwachung.


Angeboten wird ein intelligenter KI-Agent, der:

Aufgabenverwaltung automatisiert,

Ressourcen (Personal, Geräte, Material) optimal plant,

Beschaffungen und Disposition vereinfacht,

Dokumente analysiert und organisiert,

intelligente Berichte erstellt,

Verzögerungen und Engpässe frühzeitig erkennt,

Echtzeit-Kommunikation mit Partnern und Lieferanten ermöglicht.


Die Lösung richtet sich besonders an kleine und mittlere Bau- oder Handwerksbetriebe und ist als cloudbasierte Plattform konzipiert.


Innovation und Vorteil

Automatisierung kompletter Workflows: KI-Agents ersetzen viele manuelle, fehleranfällige Routinen im Tagesgeschäft der Bauleitung, Disposition und Verwaltung.


Echtzeit-Problemfrüherkennung: Der KI-Agent erkennt Engpässe, Verzögerungen und Kostenrisiken, schlägt sofort Gegenmaßnahmen oder Alternativlösungen vor.

Zentrale Plattform statt Insellösungen: Alle Projektbeteiligten arbeiten in einer Umgebung, wodurch Datensilos verschwinden und die Zusammenarbeit effizienter wird.

Zeit- und Kostenersparnis: Durch den hohen Automatisierungsgrad werden Projekte schneller, günstiger und mit weniger Stress abgewickelt.

Niedrige Einstiegshürde: Die Anwendung ist sofort startklar, günstig – und im Beta-Test sogar zunächst kostenfrei nutzbar.


Marktposition

Junges Startup, große Ambitionen: BAU AI wurde 2025 mit einem kleinen, spezialisierten Team gegründet und setzt auf schnelle, praxisnahe Produktentwicklung.


Fokus auf KMU: Im Gegensatz zu vielen anderen Bau-Softwaresystemen verfolgt BAU AI einen expliziten Mittelstandsfokus mit möglichst niedrigem Kosten- und Implementierungsaufwand.

Beta- und Pilotphasen: BAU AI sucht gezielt Pilotkunden, die das System testen und mit Feedback zur Weiterentwicklung beitragen.

Marktdifferenzierung: Während viele KI-Startups aus der Baubranche auf Planungsautomatisierung, BIM oder Sensorik fokussieren, steht bei BAU AI die digitale Baustellensteuerung für den täglichen Ablauf im Zentrum.


Wir finden:

BAU AI ist eines der vielversprechenden ConstructionTech-Start-ups 2025. Ihr umfassender Plattform- und KI-Agentenansatz hebt sich ab, weil er gezielt kleine und mittlere Bauunternehmen digitalisiert – und das in allen Projektphasen, nicht nur in der Planung. Innovation liegt bei BAU AI besonders in der Kombination aus Automatisierung, schneller Prozessoptimierung und einfacher, kostengünstiger Einführung.


Der besondere Vorteil: Keine Insellösung, sondern Workflow-Komplettsystem, das mitdenkt, Risiken proaktiv identifiziert und so Zeit, Nerven und Geld spart. Gerade für Betriebe, die bisher wenig digitalisiert sind, ist BAU AI ein Einstieg mit echtem Effizienzgewinn und Wettbewerbsvorteil


Conbotics Malerroboter

ConBotics ist ein Berliner Robotik-Startup, das mit einem Malerroboter Standard-Malerarbeiten auf Baustellen automatisiert und damit Fachkräfte entlastet. Das Team um die Gründer Philipp Heyne, David Franke und Cristian Amaya Gómez – alle mit Hintergrund an der TU Berlin und dem Fraunhofer IPK – entwickelt leichte, modulare Bauroboter, die speziell für den Einsatz im Innenausbau optimiert sind.


Was macht ConBotics?


ConBotics bietet einen Malerroboter für Innenräume, der Wände und Decken automatisiert spritzt und dabei typische Bewegungen eines Malermeisters nachahmt. Der Roboter erkennt mithilfe von Sensorik und KI, wo sich Wände, Fenster und Türen befinden, und beschichtet so große Flächen gleichmäßig und reproduzierbar in Profiqualität. Die Lösung richtet sich an Malerbetriebe und Bauunternehmen, die auf Baustellen schneller und mit weniger Personaleinsatz arbeiten wollen.


Funktionsweise & Einsatz


Der Malerroboter besteht aus mehreren leichten Modulen und gilt als einer der weltweit leichtesten Malerroboter; das schwerste Teil wiegt nur einen mittleren zweistelligen Kilobereich, sodass er gut transportierbar ist. Bedient wird er bewusst einfach, damit Malerinnen und Maler keine Robotik-Spezialisten sein müssen: Das System wird in den Raum gebracht, eingerichtet und übernimmt dann weitgehend autonom das großflächige Spritzen. In der Praxis kann der Roboter Aufträge etwa doppelt so schnell wie manuelle Arbeit erledigen, mit deutlich geringerem Personalbedarf und gleichbleibender Qualität über lange Schichten.


Innovation & Vorteile


Produktivität: Maleraufträge lassen sich deutlich schneller abwickeln, gleichzeitig sinkt der Bedarf an manueller Flächeleistung – ein Hebel gegen den Fachkräftemangel im Handwerk.


​Qualität & Gesundheit: Die Maschine liefert sehr gleichmäßige Schichtstärken, spart Material (teils um die 20% Farbe) und reduziert die körperliche Belastung und das Einatmen von Sprühnebel für das Team.


​Modularität & Erweiterbarkeit: Das System ist modular konzipiert und kann perspektivisch für weitere Gewerke wie Bodenbeschichtung, Schleifen oder Spachtelarbeiten angepasst werden.


Geschäftsmodell & Marktposition


ConBotics ist 2021 in Berlin gegründet worden und positioniert sich als Spezialist für Robotiklösungen in der Baubranche. Der Markteintritt erfolgte zunächst über ein Mietmodell in Deutschland; seit 2024/2025 wird der Roboter schrittweise verkauft, mit ersten Pilot- und Vertriebsprojekten insbesondere in Asien (u.a. Singapur und perspektivisch Japan). Unterstützt von Industrie- und Chemiepartnern (z.B. Uzin Utz, Triflex, Follmann) verfolgt ConBotics das Ziel, eine modulare Plattform für Baurobotik aufzubauen und sich als technischer Vorreiter für automatisierte Oberflächenbearbeitung im Innenausbau zu etablieren

Interview mit syte

Interview der AI Architecture Group mit dem Start-up syte:


Das PropTech-Start-up syte hat sich auf die Frühphase der Projektentwicklung spezialisiert. Die Plattform bündelt Standortanalyse, Potenzialprüfung und Visualisierung in einem digitalen Workflow. Auf der Expo Real 2025 sprachen wir mit Anika Meisters über datengetriebene Entscheidungen, KI im Research-Prozess und den wachsenden Effizienzdruck der Branche.

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Was genau leistet syte – und wo beginnt Ihr Ansatz im Projektablauf?


syte: Unser Fokus liegt auf der ersten Meile eines Projekts – also der Frage, ob ein Grundstück oder eine Idee überhaupt tragfähig ist. Viele Projektentwickler müssen dafür verschiedene Tools und Datenquellen nutzen. Wir führen diese Schritte in einer Plattform zusammen.

Mit syte kann ich innerhalb kürzester Zeit eine Standort- und Potenzialanalyse durchführen: von Bebauungsplänen über Marktdaten bis zu städtebaulichen Parametern. Ziel ist, die Erstprüfung vollständig digital abzubilden, um früh belastbare Entscheidungen zu treffen – bevor teure Ressourcen gebunden werden.

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Sie sprechen von KI-gestützten Recherchen. Wie funktioniert das in der Praxis?


syte: Derzeit findet ein Teil der kontextuellen Research – also das Sammeln von Hintergrundinformationen wie Presseberichten, politischen Beschlüssen oder Stadtentwicklungsplänen – noch außerhalb von syte statt, etwa mit Tools wie ChatGPT. Dafür müssen heute mehrere Systeme genutzt werden.

Wir wollen diese klassische Standortrecherche zukünftig in syte zusammenführen: Welche Vorhaben sind im Stadtteil geplant? Wie ist die öffentliche Wahrnehmung? Welche Risiken gibt es?

Langfristig soll dieser KI-gestützte Rechercheprozess direkt in syte integriert sein, sodass Datensammlung, Analyse und Entscheidungsgrundlagen in einem System stattfinden.

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Wie sieht der Workflow danach aus – vom Ergebnis zur Präsentation?


syte: In syte gibt es bereits ein erstes integriertes Visualisierungstool. Damit können Analyseergebnisse direkt aufbereitet und dargestellt werden – dieser Bereich wird künftig weiter ausgebaut.

Im weiteren Verlauf nutzen unsere Kunden dann zusätzliche KI-Tools wie beispielsweise Gamma, um aus der in syte erzeugten Datenbasis automatisch Präsentationen zu generieren. Das ist also ein nachgelagerter Schritt: syte liefert die Daten und Visualisierungen, Gamma automatisiert daraus die fertige Präsentation.

So entsteht aus wenigen Eingaben eine vollständige Darstellung – früher dauerte dieser Prozess Tage, heute oft nur noch einen Vormittag.

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 Sie verbinden Software mit architektonischer Expertise – wie funktioniert das?


syte: Unser Gründer Matthias Zühlke ist selbst Architekt und Partner bei Maas und Partner. Aus seinem Alltag heraus entstand die Idee: „Ich will alles in einer Plattform haben.“

Darum bieten wir zusätzlich zur Software auch eine händische Expertenanalyse an. Wenn ein Kunde ein Potenzial gefunden hat, kann er optional eine Machbarkeitsstudie beauftragen – erstellt von unseren Architekten innerhalb eines Werktags. Damit lässt sich die datenbasierte Analyse fachlich validieren, bevor man weiter investiert.

Das ist besonders attraktiv für große Entwickler mit begrenzten Inhouse-Ressourcen und für kleinere Unternehmen ohne eigene Architekturabteilung. Sie sparen Zeit, binden kein Personal – und können innerhalb von Tagen entscheiden, ob sich ein Projekt lohnt.

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Was treibt die Nachfrage nach solchen Lösungen aktuell am stärksten?


syte: Der Markt ist angespannt: weniger Transaktionen, weniger Personal, höhere Anforderungen. Die zentrale Frage lautet: Wo lohnt sich der Einsatz wirklich?

In der frühen Phase entscheidet sich, ob sich Aufwand und Risiko tragen. Hier entsteht durch KI und Machine Learning der größte Effizienzgewinn. Wir helfen, schneller die richtigen Projekte zu finden – und die falschen früh auszusortieren.

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Wie geht es mit syte weiter?


syte: Wir bereiten derzeit unsere Series-A-Finanzierungsrunde vor. Dabei geht es auch um die Internationalisierung. Unser Ziel ist, syte als zentrale Plattform für die frühe Projektentwicklung zu etablieren – eine Kombination aus KI-gestützter Analyse und architektonischer Kompetenz.

Oder anders gesagt: Entwickler sollen ihre Ressourcen dort einsetzen, wo sie wirklich Wirkung entfalten – nicht in der Recherche, sondern in der Realisierung.